Heute ist PAragleiten angesagt – Tandem natuerlich, weil ich kann das ja nicht alleine, habs auch noch nie gemacht. Ich hab Geschichten gehoert, dass man ordentlich weglaufen und abspringen muss, aber hier ist wie immer alles ganz anders...
Ein Bus holt uns bei der Herberge ab, wir tuckern eine gute Stunde hoch zu einem Huegel. Unterwegs steigen noch ein paar andere Fluggaeste zu...
Die letzten paar Meter marschieren wir hoch zum „Gipfel“, wo uns schon ein ordentliches Lueftchen um die Ohren weht.
Der Wind und die Thermik meinen es gut mit dem Huegel auf den wir fahren... Als ich das Geschirr umschnalle und mich bei dem Burschen einklinke, werden wir schon von 2 Leuten festgehalten, damit uns der Wind nicht fruehzeitig hochreisst.
Mit dem Rucksack-Sitz (weiss nicht wie das im Fach-Jargon heisst) umgeschnallt komm ich mir vor wie eine riesige Wespe mit dem grossen Hintern.
Als alles passt lassen sie aus und schon sind wir in der Luft. „Do you like spin?“ fragt der Bursche mit schelmischem Grinser... Natuerlich. Und schon gehts los, hoch hinauf, und dann in einer schnellen Spiral runtergeschraubt... In dem Sack sitze ich mehr als bequem... Der Fug ist super, Loopings, Spiralen, Sturzflug und Schweben wechseln sich ab, ich kommen mir manchmal vor wie in einem Schaukelstuhl, manchmal wie auf der Achterbahn...
Die Gegend unter mir ist super, gruene Waelder, Felder, kleine Haeuschen, ein Canyon am Horizont... und das alles fuer umgerechnet ca. 30 USD.
Einmal begleitet uns ein Falke oder aehnliches ein Stueck und zeigt uns, wie es noch eleganter geht, aber ich bin ganz zufrieden...
Ich frage nochmal um eine Spirale, der Bursche meint dass es eher Zeit zum Landen sein, die halbe Stunde sei um. Wir fliegen also zurueck zum Startplatz (die Thermik ist so toll dass sie am gleichen Platz starten und landen) und er setzt an zur Landung, da kommt ein Windstoss und schon sind wir wieder hoch oben. Na dann eben doch noch ein paar Loopings. Danach wieder ein neuer Versuch... er sagt grinsend, dass ich zu leicht bin,wir muessen oben bleiben. Die Kollegen unten lachen sich eins, und rufen rauf dass ich mehr bezahlen soll, weil ich so lange in der Luft bin...
Schlussendlich setzen wir doch auf, ganz gemuetlich auf dem Rucksack-Teil in dem ich sitze. Ich steige aus wie aus einem Sessel, klinke aus und seh schon dass der Bursch der mit mir geflogen war alle Haende voll zu tun hat, den Schirm am Boden zu halten.
Ich schaue noch den anderen zu, ein oesterreichisches Ehepaar, die sich auch 14 Monate Auszeit goennen – zum wiederholten Male. Elegant und wild schwingen die Glider herum, Quietschen und freudiges Schreien ist zu hoeren. Die Flieger haben ihren Spass...
Am Rueckweg schaltet die Crew – ein paar junge Burschen, die sichtlich Freude an ihrer Arbeit haben – eine nette Reggae Musik ein... die gruene Landschaft zieht vorbei, jeder haengt ein bisschen seinen Flugeindrueck nach..
Zurueck in San Gil macht sich der Hunger bemerkbar, wir waren doch fast 5 Studnen unterwegs und hatten das Mitagessen ausgelassen. Mit den Oesterreichern gehen wir auf ein Brathuhn mit Suesskartoffeln... und wieder haengt ein Erste Hilfe Kasten im kleinen Restaurant. Unglaublich diese Kolumbianer...
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